| Deutschland – Importland für Abfälle |
| Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 08:36 Uhr | |
In Deutschland wird deutlich mehr Abfall importiert als exportiert. Laut den aktuellen Studien für das vergangene Jahr 2010 wurden insgesamt 6,8 Mio. Tonnen (t) Abfälle nach Deutschland importiert. Diesbezüglich wird ein Großteil recycelt und verwertet, unter anderem zum Beispiel als Baustoff. Im Vergleich dazu wurden nur 1,5 Mio. t Abfall exportiert. Einen deutlichen Zuwachs hingegen weist der Transitverkehr mit Abfällen auf - dieser stieg im Vergleich zu 2009 um 31%.
Abfallwirtschaft in Deutschland
Foto: nicht bekannt, wikipedia Autor: BP Im Vergleich zum Vorjahr ist der Import genehmigungspflichtiger Abfälle leicht gesunken. Bei den importierten Abfällen handelt es sich hauptsächlich um behandeltes Holz, Filterstäube und andere Rückstände aus Abgasreinigungsanlagen. Das meiste davon wird recycelt oder in anderen geeigneten Formen wieder verwendet, was wiederum unsere natürlichen Rohstoffvorkommen schont. Circa ein Zehntel wird unter behördlicher Überwachung auf Deponien abgelagert. Aufgrund veralteter Anlagen und Überkapazitäten ist China zwar mit konstanten Wachstum, aber auch mit einem enorm hohen Energieverbrauch gesegnet. Weil China im Durchschnitt 15 bis 20 Prozent mehr Energie je Produktionseinheit, im Vergleich zum internationalen Durchschnitt verbraucht, müssen Firmen teilweise wegen Strommangels ihre Produktion tagelang einstellen. Die importierten Menge aus den Niederlanden zum Beispiel beträgt 2,6 Mio. und aus Italien 1,3 Mio. t. Im Vergleich zu 2009 stieg der Export von Abfällen wieder an - möglicherweise eine Folge der wirtschaftlichen Erholung. Ausgeführt wurden insbesondere Rückstände aus der Abfallsortierung. Die wichtigsten Abnehmerländer sind die Niederlande mit 0,3 Mio. t sowie die Schweiz und Polen mit jeweils 0,2 Mio. t. Als Transitstrecke für Abfälle wurden 2010 deutsche Straßen deutlich häufiger gebraucht als im Jahr 2009. 0,4 Mio. t Abfall haben das Land durchquert - das ergibt einen Zuwachs von 31 %. Die Zunahme ist vor allem auf Altholztransporte aus süd- und westeuropäischen Staaten nach Schweden zurückzuführen.
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