| Solarstrom made in Afrika |
| Mittwoch, den 23. September 2009 um 16:15 Uhr | |
Solarstrom aus afrikanischen Wüstengebieten, dass ist die Vision für die Stromversorgung der Zukunft. Es haben sich zwölf Unternehmen zur Desertec-Initative zusammengeschlossen und sind in die Planung für das Vorhaben eingestiegen.Dünnschichtmodule für die Wüste? Ab 2050 will Europa Strom aus Afrika bekommen.
Foto: BMU / Bernd Wenzel (IFNE) Autor: VMH Desertec hat vor, bis zum Jahr 2050, 15 Prozent des europäischen Energiebedarfs mit Hilfe der Solarenergie aus der Wüste zu decken. Ab November 2009 sollen diese Ideen Gestalt annehmen. Ende Oktober wird eine Planungsgesellschaft gegründet (DII), die in der ersten Phase die Finanzierung des Projektes klären soll. Ziel dieses Projektes ist es in Zukunft Strom in solarthermischen Kraftwerken in Afrika zu produzieren. Der gewonnene Strom soll dann durch Gleichstrom-Hochspannungsnetzte nach Europa transportiert werden. Jedoch immer noch unklar ist es, wo die Solaranlagen genau gebaut werden können. Ebenfalls unklar ist die Finanzierung mit dem geschätzten Volumen von ca 400 Milliarden Euro. Staatsminister Günter Gloser (SPD) sagte deutlich, dass der Staat nur die Rahmenbedingungen finanziell unterstützen könne. An dem Projekt sind folgende Unternehmen beteiligt: Die Münchener Rück, die Energiekonzerne RWE und E.On sowie Siemens und die Deutsche Bank. Auch der Schweizer Industriekonzert ABB und die spanische Ökoenergie-Firma Abengoa investieren in dieses Projekt. Nach Forderungen von Hilfswerken darf nicht nur Europa von dem Wüstenprojekt profitieren. Auch die afrikanischen Länder sollen, nach deren Vorstellungen, etwas von dem Projekt haben. Die Welthungerhilfe und das katholische Hilfswerk betonten, dass die Leute Zugang zum Solarstrom haben müssen und auch von den Einnahmen profitieren sollten. Durch den Bau und den Betrieb der Anlagen in Ländern der 3. Welt könnten diese Staaten über reguläre Flächenpachtverträge direkt profitieren - ohne auf "Almosen" angewiesen zu sein. Wobei hier, wie so oft in den ärmsten Ländern der Welt, darauf geachtet werden müsste, dass nicht wieder nur die herrschende Kaste von den Einnahmen profitiert. Ob das Solarstrom Projekt erfolgreich wird hängt von den nächsten Monaten und Jahren ab. Ob in weniger als 50 Jahren Solarenergie aus Afrika durch unsere Stromleitungen fließen wird? |


