| Energiesparlampen weniger sparsam als versprochen |
| Mittwoch, den 01. Oktober 2008 um 18:43 Uhr | |
Öko-Test kommt zu einem erschreckenden Ergebnis bei einem Vergleich verschiedener EnergiesparlampeDie Qual der Wahl, Glühlampe oder Energiesparlampe, gewinnt die Energiespalampe
Foto: eco-select Autor: RK Energiesparlampen fallen beim Öko-Test durch, denn sie schonen die Umwelt und den Geldbeutel nicht nach Ausmaß, wie es die Hersteller versprechen. Sie sparen zwar tatsächlich Strom, aber nicht 80 Prozent gegenüber der Glühbirne, wie es üblicherweise versprochen wird. Elektrisch stärkere Wechselfelder als bei Glühbirnen und höhere Frequenzen als Ursache der elektronischen Vorschaltgeräte würden die Energiesparlampen zu einer "...erheblichen, schlechteren, verzerrten und schmutzigen Lichtquelle machen." Zusätzlich seien sie aufgrund ihres Quecksilbergehaltes Sondermüll, schreibt Öko-Test. Öko-Test testete 16 verschiedene warmweiße Energiesparlampen nach den Kriterien Helligkeit, Lichtqualität, Energieeffizienz, Haltbarkeit, Elektrosmog und Material. Das enttäuschende Resultat spart bei keinem der Punkte an Kritik: Nur vier Modelle konnten es in punkto Helligkeit mit einer 60-Watt-Glühbirne aufnehmen. Wegen der schlechten Lichtqualität seien Energiesparlampen ein biologischer Risikofaktor und die Haltbarkeit sei trotz höherer Angaben nicht zufriedenstellend. "Energiesparlampen sind selbst nach den Öko-Test Resultaten die durchgängig bessere Lösung und damit eindeutig eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Glühlampen", entgegnet Waldorf. Der Fachmann weist darauf hin, dass es beim Vergleich von Leuchtmitteln normierte Verfahren gebe, um etwa die Lichtstärke zu messen. "Öko-Test hat den Lichtstrom auf einer Fläche gemessen", kritisiert Waldorf. Die Geometrie der Energiesparlampen nehme jedoch Einfluss auf den Lichteinfall auf die Fläche, besonders wenn die Leuchte nicht für die Lampe gebaut sei. "Auf dem Markt werden Billiglösungen angeboten, die auch der ZVEI nicht gutheißen kann. Dem Verbraucher ist es zu empfehlen, beim Kauf auf etablierte Marken zu setzen und zur Information vorzugsweise die Testergebnisse von Stiftung Warentest heranzuziehen", erklärt Waldorf. Darin sei jede dritte untersuchte Lampe mit "gut" bewertet worden. |


