| Vollversorgung durch regenerative Energien ist möglich - Klimaschutzpreis 2009 |
| Montag, den 26. Oktober 2009 um 22:54 Uhr | |
Den Klimaschutzpreis 2009 der Deutschen Umwelthilfe e.V. erhält der Kasseler Forscher Dr. Kurt Rohrig vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Mit dem im Projektrahmen durchgeführten "regenerativen Kombikraftwerk" konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass mit heute verfügbarer Technik eine Vollversorgung mit Strom möglich ist.
Dr. Kurt Rohrig, Klimaschutzpreisträger 2009
Foto: DUH Autor: STS In einer Feierstunde am Montagabend, den 26.10.2009 in Berlin erhielt der Leiter des Forschungs- und Entwicklungsbereichs Energiewirtschaft und Netzbetrieb am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik, Dr. Kurt Rohrig den Klimaschutzpreis 2009. Zum dritten Mal konnte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Michael Spielmann, den Preis überreichen. Er zeichnete damit, im Namen der Organisation, die herausragende Leistung und Innovationskraft des Preisträgers aus. Gemeinsam mit den Industriepartnern und Projektinitiatoren Enercon, Schmack Biogas und SolarWorld hatte Rohrig das Projekt "Regeneratives Kombikraftwerk" ins Leben gerufen. Das hochgesteckte Ziel: bedarfsgerechte Strom-Vollversorgung an jedem beliebigen Ort Deutschlands aus regenerativen Energieträgern mit aktuell verfügbarer Technik. Entstanden ist ein regeneratives Kombikraftwerk, in dem 28 dezentrale Anlagen auf Basis von Wind, Wasser, Sonne und Biogas miteinander verknüpft wurden. Im realen Leben hätte im Rahmen des Projekts eine Kleinstadt mit ca. 12.000 Haushalten rund ums Jahr bedarfsgerecht mit Strom versorgt werden können. Dr. Kurt Rohrig unterstrich die zukunftsfähige und führende Rolle der Umwelttechnik: "Die künftige, zentrale Rolle der erneuerbaren Energien ist mit dem regenerativen Kombikraftwerk untermauert worden - es stellt sich nicht mehr die Frage ob, sondern nur noch wann wir eine hundertprozentige regenerative Energieversorgung realisiert haben werden." Das Konzept wurde mit beeindruckendem Erfolg getestet und weckt inzwischen auch im Ausland Interesse zur Nachahmung. |


