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Norwegen will sparen und energieffizienter werden
Freitag, den 04. Juni 2010 um 08:44 Uhr
Energieeffizienz in Norwegen

Norwegen möchte in den nächsten Jahren seine Energieeffizienz nachhaltig steigern. Besonders im Bereich der Gebäude und privaten Bauten liegt ein immenses Potential von mehreren TWh Strom. Das langfristige Ziel der Norweger ist es, alle Haushalte bis 2030 Kohlendioxidneutral mit Strom zu versorgen. Damit das Vorhaben erreicht werden kann, zahlen norwegische Förderprogramme bis zu 4.000 nkr - ein lohenendes Geschäft für die Industrie.Personalvermittlung von Bewerbern auf dem recruiting-Tag Erneuerbare Energien in Hamburg am 15. April 2010

In Norwegen werden für Neubauten energieeffiziente Produkte gebraucht

Foto: BMU / Brigitte Hiss
Autor: VMH

Wohnungen und Gebäude, Transport und Industrie - dies sind die Sektoren in denen Norwegen seine Energieeffizienz nachhaltig steigern will. Norwegen ist durch seine großen Öl- und Gasvorkommen ein energietechnisch sehr reiches Land in Skandinavien. Und doch verfolgen die Norwerger den Plan bis 2030 kohlendioxidneutral zu sein.

Denn Norwegen gehört bis jetzt nicht gerade zu den Musterländern in Sachen Energieeffizienz. Laut einer Studie der internationalen Energieagentur liegt Norwegen im Ranking hinter Dänemark und Deutschland und Länder wie die Slowakei oder Südkorea sind fast gleichauf.
Für den Klimaschutz und den Umweltschutz hat Norwegen bereits verschiedene gesetzliche Reglungen, Maßnahmen und Projekte aufgelegt. Das große Ziel sind beträchtliche Energieeinsparungen im Bereich der Bauten und Gebäude des Landes. So sollen bis 2020 die CO2-Emisionen bereits um 15 Mio. bis 17 Mio. Tonnen reduziert werden, mit Hilfe der von der Regierung aufgesetzten Energiesparprogramme. Denn in Norwegen ist es wie in vielen anderen europäischen Ländern, das crica 40% des Energieverbrauches auf die Nutzung von Gebäuden zurückfallen. Fachleute sehen im Bereich Wohnen und Immobilien ein enormes Energieeinsparungspotential in Norwegen.

Laut der Norwegischen Forschungsorganisation SINTEF (siehe Linktipp) kann Norwegen bis 2020 rund 12 TWh Energie alleine mit Einsparungen im Gebäudesektor erreichen. Die Regierung hat aufgrund der Einsparpotentiale neue Regelwerke für den Gebäudesektor bestimmt. Ab dem 1.7.2010 werden in Anlehung an die EU-Vorgaben alle Neubauten nach der Energieklassifizierung erbaut. Es bestehen zwei Maßvorgaben: Richtwerte für Bauteile und Temperaturregelungen sowie Richtwerte für den Energieverbrauch. Dazu wurden Höchstwerte festgelegt die bei keinem neuen Gebäude überschritten werden dürfen.

Bis 2020 sollen alle neuen Häuser nach Maßgabe des neuen Regelwerks gebaut werden. Laut der Organisation SINTEF kann Norwegen dieses Vorhaben bereits bis ins Jahr 2015 erreichen. Die neuen Regelungen sollen eine Energieeinsparung von 75% erreichen. Förderprogramme für energiesparende Heiz- und Warmwasseraufbereitungssysteme gibt es bereits seit 2006. Die Unterstützung liegt bei maximal ca. 4.000 nkr.

Hersteller von Produkten aus den Bereichen Energieeffizienz, Energiesparen und regenerative Energien sollten die Chance nutzen, um den zwar kleinen, aber lukrativen Markt für sich zu entdecken.

 
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