| Viel Power für Kanadas Windkraftmarkt |
| Donnerstag, den 19. November 2009 um 13:02 Uhr | |
Kanadas windige Provinzen bieten von ihren natürlichen Voraussetzungen perfekte Bedingungen für den Betrieb von Windkraftanlagen und Windparks. Doch inwieweit ist die kanadische Regierung bereit in den Bau von Windtechnikanlagen zum Schutz der Umwelt zu investieren?Kanadas Windkraftbranche wird zur Zeit extrem durch Fördermaßnahmen und Förderprogramme der einzelnen Provinzen gestärkt und weiter Aufgebaut. Die Zielsetzung: bis Ende diesen Jahres soll die Kapazität über 3.000 MW, das ist fast so viel Leistung wie die beiden Blöcke des Atomkraftwerk Biblis zusammen erzeugen, steigen. Aber damit ist nur das Ziel für 2009 erreicht. Denn es sind noch weitere Projekte mit annähernd 5.500 MW in Planung bzw. sogar schon im Bau. Mittelfristig ist bis 2015 die fertige Installation von bis zu 12.000 MW geplant. Auch deutsche Anlagenbauer engagieren sich mit Know-how und Technik „Made in Germany" für den weiteren Ausbau der Windtechnik in Kanada. Als eine der umweltfreundlichsten Energieproduktions-Techniken findet die Windenergie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zwischen Atlantikküste und Pazifik immer mehr Interesse und Freunde. Dabei sind die beiden bevölkerungsreichen und mit den meisten Industrieansiedlungen versehenen Provinzen Quebec und Ontario die wichtigsten Märkte für die Windtechnik. Zum 1. Oktober 2009 wurde das erste Einspeise-Tarifprogramm „feed-in tarif program" (FIT) für erneuerbare Energien in Kanada von der Provinzregierung in Ontario bekannt gegeben. Dadurch erhofft man sich, dass der Markt der Windtechnikindustrie einen großen Schritt nach vorne macht und entsprechende Arbeitsplätze in der Region entstehen. Denn der kanadische Gesetzgeber hat auch einen „local content" vorgesehen, der besagt, dass durchschnittlich 50% der Projektsumme in kanadische Arbeitskraft und/oder kanadische Produkte fließen müssen. Schöne neue Welt des Nationalprotektionismus.Auf der diesjährigen CanWEA Annual Conference and Exhibition konnten die Aussteller und Besucher einhellig bestätigen, dass der stärkste Rückenwind aus Ontario bläst. Das jährlich von der Canadian Wind Energy Association veranstaltete Fachtreffen war mit 226 Ausstellern und fast 2.200 Teilnehmern extrem erfolgreich. Nicht umsonst gibt es schon einige Stimmen, die meinen, dass in Ontario so etwas wie ein "Windenergy Valley" in Anlehnung an das Solar Valley in Deutschlands Osten entstehen würde. Das Förderprogramm aus Ontario und weiteren kanadischen Provinzen wird sein übriges tun, um diesem Ziel näher zu kommen. Denn die Wetterbedingungen in Kanada sind ideal für den Aufbau eines Windkraftmarktes. Deutsche Unternehmen sollten nach Möglichkeiten suchen, das eigene Know-how gewinnbringend in den neuen Markt in Nordamerika zu transferieren, um die Entwicklung auch in der Heimat damit zu stärken. Denn im globalen Markt mit Umwelttechnik werden entweder andere Nationen die Führungsrolle der Deutschen übernehmen oder wir Deutschen schaffen es, unseren Ideenreichtum zu exportieren. Mit dem erzielten Gewinn lässt sich wieder Neues schaffen, um weiterhin "Deutschland - Land der Ideen" zu sein. |


