| Die 1. eCarTec München wurde als internationale Messe für Elektromobilität unterschätzt |
| Montag, den 09. November 2009 um 21:23 Uhr | |
Die erste internationale Messe für Elektromobilität eCarTec, die vom 13. bis 15. Oktober 2009 in München stattgefunden hat, war ein voller Erfolg. Neben neuen Elektroautos wurde der eCarTec-Award in fünf Kategorien vergeben. München rechnet sich als Messestadt jetzt große Chancen aus, einer der führenden Standorte für Elektromobilität zu werden.
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Energieversorger wie Vattenfall, RWE und Eon präsentierten die Autos der "großen" Automobilhersteller. Auf der Messe fanden sich zwischen den Fachausstellern auch viele Firmen aus der OEM-Branche (Original Equipment Manufacturer) sowie auch viele Automobilzulieferer.
In Messehalle C3 wurde in einem Forum von ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) über die Marktchancen von Businessmodellen im Themenfeld Elektromobilität mit den Schwerpunkten Energie, Infrastruktur und Finanzierung diskutiert. Durch die eCarTec Messe könnte München nun zu einem ernst zu nehmenden Messeplatz für Elektromobilität werden. "Wir haben es geschafft, das Thema Elektromobilität aus dem Exoten-Dasein und dem Umfeld von Sonderschauen zu stoßen", sagt Robert Metzger, eCarTec-Geschäftsführer. Der Termin für die nächste eCarTec Messe ist schon für den 19. bis 21. Oktober 2010 festgelegt.
Auf der Messe wurde auch ein sogenannter eCarTec-Award, in fünf Kategorien vergeben. In der Kategorie Speichertechnologie/Systemintegration gewann die Firma Bender mit einem A-Isometer - ein Messgerät, das den Isolationszustand im Hochspannungsbordnetz bewacht.
In der Kategorie Elektrofahrzeuge konnte die mittlerweile weltweit bekannte neue Marke "Tesla Motors" gewinnen. Denn sie habe mit ihrem Sportwagen Tesla Roadster, laut der Jury, den Spagat zwischen Öko-Anspruch und Fahrspaß perfekt getroffen.
Antriebstechnologie/Systemelektrik/Testsysteme hieß die dritte Kategorie. In dieser Gewann der Entwicklungsdienstleister FEV Motorentechnik mit ihrem Range-Extender-Modul. Dieses wurde inklusive Lithium-Ionen-Batterie, Elektrik/Elektronikmanagement und einem Wankelmotor in einen Fiat 500 integriert.
In der vierten Kategorie, Energie/Infrastruktur/Anschlusstechnik, gewann die Firma Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG. Sie traten mit einem Stromkabelstecksystem für alle europäischen Fahrzeughersteller und Zulieferer an.
In der letzten Kategorie - Nachhaltige Mobilitätskonzepte - belegte die Fraport AG den ersten Platz. Das vorhaben alle Bodenverkehrsdienste auf Flughäfen auf Elektrofahrzeuge umzustellen, hat die Jury sehr beeindruckt. Der Anfang ist bereits gemacht, denn ca. 200 Fahrzeuge fahren bereits mit Elektrostrom.


