| Deutsche Firmen haben große Chancen Neuaufträge in Schweden zu generieren |
| Dienstag, den 20. Oktober 2009 um 13:17 Uhr | |
Die Infrastruktur ist für das Flächenland Schweden ein wichtiger Faktor der Kommunikation. Der Ausbau von Straßen- und Schienennetzen in Schweden wird mit Milliardenbeträgen des Staates unterstützt.
Züge und Autobahnen sind in Schweden nicht weg zu denken.
Foto: H.-G. Oed Autor: VMH In den nächsten Jahren wenden Kommunen und andere Investoren in Schweden Milliardenbeträge für den Ausbau der Straßen- und Schienennetze, der Krankenhäuser, der Seehäfen und anderer Anlagen auf. Durch ein zu Beginn des Jahres aufgelegtes Konjunkturprogramm bekamen die Baumaßnahmen eine größere Dynamik und einen Schub ins positive. Nach Prognosen des Bauverbandes sollen sich die Ausgaben für den Infrastrukturbau dieses Jahres um 10% auf ca. 79,4 Mrd. Schwedische Kronen (skr; rund 7,8 Mrd. Euro, Monatsdurchschnittskurs September 1 Euro = 10,1967 skr) erhöhen. Kraftwerksbau und Modernisierung, Erweiterung der Strom- und Versorgungsnetze oder auch der Bau von Windparks sind neben dem Ausbau der Verkehrsnetze weitere Projekte. Für die staatliche Verkehrsinfrastrukturplanung 2010-2021, wurden rund 417 Mrd. skr verplant von denen 217 Mrd. skr für die Weiterentwicklung der Verkehrssysteme sein werden. Der restliche Anteil ist für Betrieb, Wartung und Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur gedacht. Da die Kapitalausgaben mehr Geld beanspruchten, erhöhte Schwedens Regierung das Budget um noch weitere 1,6 Mrd. skr. Zwischen 2009 und 2011 stehen für den Ausbau von Verkehrsinfrastrukturen knapp 11,4 Mrd. skr zu Verfügung. Eines der größten Vorhaben in Sachen Straßenbau, soll der Bau einer Autobahnumführung von Stockholm sein. Für 28 Mrd. skr soll eine 20 km lange Strecke an Stockholm gebaut werden. Start der Bauarbeiten ist 2012, vorgesehenes Ende 2020. Der Neubau des Universitätskrankenhaus Karolinska in Solna bei Stockholm ist ein weiteres großes Projekt, das 14 Mrd. skr schwer ist. Stockholm will dadurch sein Ansehen in der medizinischen Forschung und Ausbildung in Nordeuropa behaupten. Baubeginn ist laut Plan im Jahr 2010. Durch die Nähe des Marktes und interessanter Nischen gelten die Chancen für deutsche Baufirmen als gut. Eine große Herausforderung sind die Auftragsakquise, kulturelle und sprachliche Barrieren, technische Regelwerke, Normen, Beziehungsnetze und eine Reihe formaler Hürden. Doch bei den Baubehörden Vägverket (Straßenbau) oder Banverket (Eisenbahn) sind ausländische Anbieter willkommen. |


