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Planung für Neubau der Infrastruktur in Nigeria
Mittwoch, den 04. November 2009 um 12:20 Uhr
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Nigeria auf dem Weg in die Gegenwart. Ein neues Infrastrukturprojekt soll die Verkehrsmöglichkeiten verbessern. Zu hoffen ist, dass dadurch die Wirtschaft in Nigeria angekurbelt wird. Mehr als 3 Mrd. US$ des Investitionshaushaltes sollen für den Neu- und Ausbau ausgegeben werden.

Das Chaos auf Nigerias Straßen wir durch die neue Infrastruktur behoben.

Foto: eco-select Archiv
Autor: VMH

Nigeria will seine Pläne zum Straßenbau in der Wirtschaftsmetropole Lagos endlich verwirklichen. Auch die Modernisierung der Eisenbahnen wurde wieder in die Hand genommen.

Nicht nur im Energiesektor muss Nigeria aufholen, sondern auch bei der Verkehrsinfrastruktur. Die schlechten Verkehrswege sind ein großes Hindernis für private Wirtschaftsaktivitäten und für den Zufluss von ausländischem Kapital. Die seit zwei Jahren bestehende Regierung will diese Probleme mit einem sogenannten Public Private Partnership (PPP) bewältigen. Sie hofft, dass dadurch Probleme in Sachen Planung, Management und Administration verhindert werden können. Die Regierung unter Umaru Yar'Adua sieht auch keine Probleme durch die globale Finanzkrise und dem Erdölpreisverfall. Sie wollen die Inlandsverschuldung zur Finanzierung der Vorhaben ausweiten.

Nigeria hängt im Straßenbau im Vergleich zum Rest der Welt Jahrzehnte hinterher. Da Nigeria ein Flächenland ist, sind die Menschen auf Straßen und Eisenbahnen angewiesen. Besonders Überlandfahrten werden durch die schlechten Straßenverhältnisse schwierig und zeitaufwendig. Obwohl im letzten Jahr hohe Summen in den Straßenbau investiert wurden, ist knapp die Hälfte der 195.000 km des Straßennetzes in einem sehr schlechten Zustand. Für die Verbesserung der Straßen sind neben dem Federal Ministry of Works and Housing auch die 36 Bundesstaaten, Städte und Gemeinden zuständig. Der Fokus für die Verbesserung der Straßen liegt auf der Wirtschaftsmetropole Lagos, mit ca. 18 Millionen Einwohnern. In Kooperation mit der Bundesregierung hat der Gouverneur Babatunde Fashola ein umfangreiches Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur entwickelt.

Der Neubau der Verbindung zwischen dem zentralen Geschäftsviertel auf Victoria Island und der Lekki-Halbinsel, auch Lekki-Epe-Expressway genannt, ist eines der Hauptvorhaben des Infrastrukturprogramms.
Die Baudauer wird auf ca. drei Jahre geschätzt. Finanziert wird das ganze von der African Development Bank (AfDB; 85 Mio. US$), mehreren nigerianischen Banken (80 Mio. US$) und der internationalen Standard Bank Plc (93 Mio. US$).
Dieses Jahr hat der Gouverneur einen dreijährigen strategischen Plan für den Bau eines Schienennahverkehrssystem gestartet, der bis Ende 2011 fertig gestellt werden soll. Zwei internationale Consultingfirmen wurden von der Stadtverwaltung und der Landesregierung beauftragt die Projekteinzelheiten auszuarbeiten. Die Vorbereitungen für den Bau des Verkehrssystems sollen im 4. Quartal 2009 beginnen. Der Bau der ersten beiden Bahnstrecken soll ca. 700 Mio. US$ kosten, in die auch Investments von Private Equity Fonds fließen sollen. Ein weiterer Punkt des Projektes in Lagos ist der Ausbau des Badagry Express Ways. Er soll auf 10 Spuren erweitert werden, wovon eine Spur dem Busverkehr dienen soll.

Die komplette Modernisierung soll ca. 25 Jahre dauern. Für Deutsche Firmen oder andere ausländischen Firmen ist es besonders schwierig mit den Regierungsstellen oder Unternehmen ins Geschäft zu kommen, ohne das man persönliche Kontakte oder Beziehungen zu solchen hat. Wieviel Zeit die Modernisierung und der tatsächliche Neubau in Anspruch nehmen wird bleibt abzuwarten. Zu hoffen ist jedoch, dass sich durch die Modernisierung auch die Nigerianische Wirtschaft wieder etwas erholt.

 
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