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Montenegro plant mit Windenergie
Montag, den 14. Juni 2010 um 16:38 Uhr
Die Hotelinsel Sveti Stefan in Montenegro

Der erste Windenergiepark steht in Montenegro kurz vor seiner Realisierung. Die Umsetzung wird mit großer Wahrscheinlichkeit das spanische Unternehmen Fersa Energias zusammen mit einem lokalen Partner durchführen. Weitere Vorhaben könnten in nächster Zeit folgen – Investoren werden gesucht.Für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus plant Montenegro mit Windenergie die Zukunft

Das Hotelinsel Sveti Stefan in der Nähe von Budva, Montenegro

Foto: eco-select
Autor: STS

In den nächsten zwei Jahren soll das spanische Unternehmen Fersa Energias Renovables einen Windenergiepark am Standort Mozura zwischen den Orten Ulcinj und Bar errichten. Die Anlage wird eine installierte Leistung von insgesamt 46 MW (23X2 MW) haben. Wirtschaftsminister Branko Vujovic bezifferte die Investitionskosten mit 65 Mio. Euro. Die montenegrinische Regierung hat das Projekt Ende Mai 2010 genehmigt. Der Vertrag mit Fersa Energias muss allerdings noch unterzeichnet werden..

Der spanische Investor und sein montenegrinische Partner Celebic werden danach eine Betriebskonzession für den Windpark für eine Dauer von 20 Jahren erhalten. Allerdings müssen die Windanlagen dann innerhalb von zwei Jahren nach Vertragsunterzeichnung errichtet werden. Fersa Energias war der einzige Bieter bei einem internationalen Tender des montenegrinischen Wirtschaftsministeriums für das Projekt in Mozura.

Gleichzeitig war ein weiterer Standort für einen zweiten Windpark ausgeschrieben worden - für Krnovo in der Nähe von Niksic. Für dieses Projekt hat ein Konsortium von Mitsubishi Heavy Industries und Ivica Consulting (Wien) ein Angebot eingereicht. Es sieht vor, in Krnovo ein Windkraftwerk mit einer installierten Leistung von 50 MW und einer Erweiterungsoption um zusätzliche 22 MW zu errichten. Die Investitionskosten werden auf cirka 70 bis 90 Mio. Euro geschätzt. Dieses Vorhaben muss jedoch von der Regierung in Podorica abgesegnet werden.

Weitere Windkraft-Vorhaben könnten in Montenegro in den nächsten Jahren folgen. Angaben des Wirtschaftsministeriums zufolge hätten in den vergangenen zwei Jahren insgesamt fünf Firmen Genehmigungen für Windmessungen beantragt. Die Vorhaben in Mozura und Krnovo würden auf Basis solcher Messungen durchgeführt. Von den anderen drei Interessenten läge noch nichts vor, heißt es. Geplant sei ferner eine Verordnung über die Einspeisevergütung unter anderem für Strom aus Windkraftanlagen, die in den kommenden Monaten verabschiedet werden könnte, heißt es.
 
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